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Kulturpolitik

Aktuelles

März 2020

Coronavirus: Aktuelle Informationen von t.

26. März

Ausfälle wegen Corona: Was ihr bereits anmelden könnt – und was noch nicht
Es ist gar nicht so einfach, die Übersicht über all die angekündigten Massnahmen im Kulturbereich zu haben. Was könnt oder müsst ihr wann und wo beantragen, um eure Ausfälle zu decken? Klar ist: Diese neuen Massnahmen sind erst wenige Tage alt und führen daher zu vielen praktischen Anwendungsfragen bei allen Beteiligten. Aber die grösste Unklarheit besteht derzeit betreffend «Ausfallentschädigung» (Art. 8 ff. COVID-Verordnung Kultur). Die Mittel für diese Massnahme werden zur Hälfte vom Bund gespiesen, die andere Hälfte der finanziellen Mittel müssen die Kantone selber bereitstellen. Ausserdem sind sie für die Umsetzung zuständig. Deshalb dürfte man bisher noch nirgends Formulare oder Informationen zur Ausfallentschädigung finden. Es ist unklar, wann die Kantone soweit sind. Derzeit arbeiten verschiedene Kantonsvertreter gemeinsam mit dem BAK an Empfehlungen für eine schweizweit einheitliche Handhabung der Ausfallentschädigung. Wir hoffen, euch bald mehr davon berichten zu können und wir hoffen natürlich, dass die Ausfallentschädigung nicht in einem föderalistischen Chaos untergeht.

Was ihr aber bereits anmelden könnt und solltet sind folgende Ansprüche betreffend Erwerbsausfall (das betrifft Lohn oder Honorar, aber keine weitergehenden Schäden):

  • Selbstständigerwerbende Kulturschaffende (abgesagte Anlässe) > Corona Erwerbsersatzentschädigung. Entschädigung 80%. // Meldung bei den kantonalen Behörden der Arbeitslosenversicherung, siehe Adressen unter www.arbeit.swiss.
  • befristet oder unbefristete Arbeitsverhältnissen (zB. abgesagte Proben, Produktionen mit Arbeitnehmenden) > Kurzarbeit beantragen. So rasch wie möglich. Durch die Arbeitgeberin, sofern Arbeitnehmende einverstanden. Entschädigung: 80% // Meldung bei den kantonalen Behörden
  • Bei Arbeitslosigkeit > RAV (Nachweis von Arbeitsbemühungen vorläufig nicht mehr nötig, Beschluss BR vom 25.03.2020)
  • Soforthilfe in finanzieller Not (nur für natürliche Personen) > Gesuch an Suisseculture Sociale (ab 1. April möglich)

Beitrag zum Thema auf Radio SRF 2

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23. März

Entschädigung für Erwerbsausfällen von Selbständigerwerbenden
Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine andere Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Formulare und Infos findest du dazu auf der Webseite der Ausgleichskasse (AK) deines Kantons (https://www.ahv-iv.ch/de/Kontakte/Kantonale-Ausgleichskassen). Teilweise funktionieren die Links noch nicht oder nicht immer. Es wird wohl einige Tage oder Wochen dauern, bis sich alles eingespielt hat.

Diese Entschädigung gilt auch für Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.

Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 befristet. Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung wird von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.

Sollten wir merken, dass seitens Behörden grundsätzliche Missverständnisse bezüglich der Arbeitsrealität unserer Mitglieder bestehen oder unrealistische Anforderungen gestellt werden (zB. an Belege), so werden wir entsprechend intervenieren. Wir nehmen deinen Erfahrungsbericht gern per Mail entgegen: info@tpunkt.ch.

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20. März

Der Kultur- und Veranstaltungssektor bedankt sich beim Bundesrat für die getroffenen Notfallmassnahmen zur Rettung der Branche. Hier geht es zur Medienmitteilung von Suisseculture.

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19. März

Die derzeitigen Bestimmungen des Bundesrates verunmöglichen Mitgliederversammlungen von Vereinen. Dieses Merkblatt von der Fachstelle für Vereine Vitamin B bietet Tipps für verschiedene Szenarien, von der Versammlungsabsage bis zur Online-Durchführung: Merkblatt Vereinsversammlungen

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17. März

Schweizer Künstlerbörse 2020 ist abgesagt
Wir haben in den letzten Wochen alles darangesetzt, dass die Schweizer Künstlerbörse 2020 wie geplant im April 2020 im KKThun durchgeführt werden kann. Nachdem der Bundesrat am 13. März entschieden hat, Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen bis Ende April 2020 zu verbieten, sind wir – mit grossem Bedauern, aber auch mit Verständnis für die behördlichen Interventionen – gezwungen, die 61. Schweizer Künstlerbörse abzusagen.

Die Schweizer Künstlerbörse ist eine wichtige Vermittlungsplattform in der freien Szene. Deshalb haben wir ein alternatives Angebot entwickelt, um Künstler*innen und Veranstalter*innen statt physisch und vor Ort nun auf analoge und digitale Weise zusammenzubringen. Mehr Informationen zu diesem Angebot und zu den Modalitäten der Absage findet ihr untenstehend.

Alternatives Angebot / Modalitäten Absage

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13. März

Coronavirus: t. Theaterschaffende Schweiz informiert am Dienstag, 17. März über die Durchführung der 61. Schweizer Künstlerbörse vom 16. bis 19. April 2020.

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Merkblatt zu Veranstaltungsabsagen
Bekomme ich meine Gage trotzdem? Bin ich verpflichtet, meinen Auftritt nachzuholen? Diese bangen Fragen stellen sich dieser Tage viele Künstler*innen, die mit Absagen ihrer Auftritte konfrontiert sind. Aber auch die Veranstaltenden sind verunsichert: Muss ich den Anlass absagen? Was passiert, wenn ich das Publikum nicht lückenlos kontrollieren kann? Muss ich Gagen zahlen, auch wenn ich keine Einnahmen habe?

Leider ist die Sache rechtlich nicht eindeutig. Das fängt damit an, dass nicht klar ist, unter welchen Vertragstyp Engagement- und Auftrittsverträge fallen. Sodann ist nicht restlos geklärt, welche rechtlichen Folgen eine solche Pandemie-Situation auf die gegenseitigen vertraglichen Rechte und Pflichten hat.

Dennoch haben wir versucht, auf diesem Merkblatt die wichtigsten Informationen zu rechtlichen Situationen bei abgesagten Veranstaltungen für euch zusammenzufassen.

Wir sammeln ausserdem alle Anfragen und versuchen sie, in typische Fallgruppen zu bündeln und rechtlich beurteilen zu lassen.

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12. März

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat eine Arbeitsgruppe zusammengestellt. Diese dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) unterstellte Gruppe soll die durch das Virus verursachten wirtschaftlichen Konsequenzen im Kulturbereich verfolgen und Massnahmen zur deren Linderung prüfen. Dafür wurde das BAK und Pro Helvetia in die Gruppe berufen. Die beiden Institutionen empfingen heute t. Theaterschaffende Schweiz und neun weitere Verbände zu einer Anhörung.

Die Verbände haben daraufhin eine gemeinsame Medienmitteilung verfasst, die man hier nachlesen kann.

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9. März

t. Theaterschaffende Schweiz und der Berufsverband SONART – Musikschaffende Schweiz haben vor kurzem auf die Auswirkungen von abgesagten Veranstaltungen hingewiesen. In der Zwischenzeit hat SONART ein Online-Formular erstellt, welches wir freundlicherweise mitbenutzen dürfen. Wir danken unseren Kolleg*innen von SONART herzlich! Im Formular können abgesagte Theateraufführungen und Gagenausfälle eintragen.
https://www.sonart.swiss/de/co...

Die Daten sind sehr wichtig, um den Behörden, den Medien und der Öffentlichkeit konkret aufzuzeigen, wie unsere Mitglieder betroffen sind. Die Daten werden vertraulich behandelt und nur in Form anonymisierter Statistiken veröffentlicht.

Bei Rückfragen meldet euch bitte bei uns: info@tpunkt.ch


Anhörung am 12. März

Ausserdem möchten wir euch darüber informieren, dass das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) eine Arbeitsgruppe zusammengestellt hat. Diese dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) unterstellte Gruppe soll die durch das Virus verursachten wirtschaftlichen Konsequenzen im Kulturbereich verfolgen und Massnahmen zur deren Linderung prüfen. t. Theaterschaffende Schweiz und neun weitere Verbände wurden zu einer Anhörung am 12. März 2020 eingeladen.

Mehr Infos dazu unter diesem Link.

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6. März 2020

t. möchte über folgende Punkte informieren:

Schweizer Künstlerbörse

Das Verbot von Grossveranstaltungen gilt zurzeit bis zum 15. März 2020. Wir setzen alles daran, dass die Schweizer Künstlerbörse Mitte April 2020 stattfindet. Wir beobachten die aktuelle Entwicklung und informieren zu gegebenem Zeitpunkt euch Mitglieder und unsere Partner*innen.

Absage von Veranstaltungen

Wir klären derzeit die rechtlichen Konsequenzen ab, die sich für unsere Mitglieder durch die Veranstaltungsausfälle aufgrund der Corona-Massnahmen ergeben. Juristisch ist das entgegen ersten Annahmen komplexer als erwartet. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Kompensationszahlungen

Wir setzen uns für Kompensationszahlungen ein und weisen auf die laufende Petition hin: https://tinyurl.com/uc8dhkq

Weitere Informationen

  • Bundesamt für Gesundheit BAG und Kantone (teilweise mit Hotline für Veranstaltende)
  • Stellungnahme (Link) von t. Theaterschaffende Schweiz vom 05.03.2020.

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5. März 2020

Stellungnahme zu den Auswirkungen von Veranstaltungsausfällen auf die professionelle freie Theaterszene Schweiz


Der Berufsverband t. Theaterschaffende Schweiz hat heute eine Stellungnahme zu den Auswirkungen von Veranstaltungsausfällen auf die professionelle freie Theaterszene Schweiz veröffentlicht.

Die von Bund und Kanton getroffenen Massnahmen bedeuten für viele Akteurinnen und Akteure der freien Theaterszene einen grossen ökonomischen Einschnitt. Zahlreiche bis zum 15. März geplanten Veranstaltungen werden nicht stattfinden können. Mehren sich die Virusansteckungen, ist davon auszugehen, dass das Verbot verlängert und/oder strengere Restriktionen eingeführt werden.

Gerade in der freien Szene sind die Budgets und finanziellen Mittel von Veranstaltenden und Produzierenden knapp bemessen. Veranstaltungsausfälle – auch nur für zwei Wochen – fallen bereits stark ins Gewicht. Für auftretende Künstlerinnen und Künstler sind Gagenausfälle folgenschwer. Sie sind oftmals freischaffend tätig, besitzen meistens wenig finanziellen Spielraum und haben diese Einnahmen fest budgetiert. Abgesagte Veranstaltungen bedeuten auch für die Personen abseits des Rampenlichts, die für Technik, Bühnenbild oder Kostümbild verantwortlich sind, grosse Einbussen. Zu finanziellen Schaden kommen überdies die vermittelnden Agenturen. Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die Veranstaltungsausfälle für alle Bereiche und Berufe der professionellen freien Szene negativ auswirken und Existenzen bedrohen.

Offenbar ist die aktuelle Situation auch in juristischer Hinsicht eine besondere Herausforderung. Wir klären derzeit in Zusammenarbeit mit Suisseculture und anderen Kulturverbänden die rechtlichen Konsequenzen ab, die sich für unsere Mitglieder durch die Veranstaltungsausfälle aufgrund der Corona-Massnahmen ergeben.

Die Landesregierung hat sich zu einem radikalen Schritt bei der Bekämpfung des Coronavirus entschieden. Damit hat sie Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Für den Berufsverband t. Theaterschaffende Schweiz und den von ihm vertretenen 1750 Mitgliedern ist es jedoch wichtig, dass der Bundesrat auch Verantwortung bei der Abmilderung und Kompensation des finanziellen Schadens übernimmt und dabei die freien Theaterschaffenden und alle weiteren Akteurinnen und Akteure der Szene berücksichtigt.

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