Dienstleistung Schweizer Künstlerbörse
Schweizer Künstlerbörse 2023
Die Schweizer Künstlerbörse 2023 wurde auf der Basis der vorjährigen Schweizer Künstlerbörse – der ersten physischen Austragung seit 2019 – durchgeführt. Das Ziel, eine facettenreiche, sich auf verschiedene inhaltliche Pfeiler abstützende Veranstaltung zwischen Fachmesse und Festival zu bieten, wurde weiterverfolgt. Wie schon 2022 bezog die Ausgabe 2023 auch den Innenraum des Gymnasiums Thun mit ein. Dessen Erdgeschoss wurde für den Empfang, die Exposition+, für verschiedene Veranstaltungen des Rahmenprogramms «Programm+» und für die Büros des Organisationsteams genutzt.
Die grösste Neuerung der Ausgabe 2023 betraf das KKThun. Mit der Foyerbühne bot die Schweizer Künstlerbörse im Foyer Lachen neu eine dritte Bühne. Auf dieser fanden täglich Kurzauftritte und verschiedene Programmpunkte des Programm+ statt.
Am Mittwoch, 19. April, startete die Schweizer Künstlerbörse 2023 mit dem Eröffnungsabend im KKThun. Im Rahmen eines Apéros hielten unter anderem Martin Schlup, Präsident des Grossrats Bern, und Katharina Ali-Oesch, Gemeinderätin Stadt Thun, Ansprachen. Durch diesen Teil führte die Westschweizer Theatergruppe The Big Bang Company. Der zweite Teil fand ab 20 Uhr im Schadausaal statt, wo Mike Müller das Stück «Heinzer gegen Heinzer und Heinzer» aufführte. Mike Müller wurde 2022 mit einem «Schweizer Preis Darstellende Künste» ausgezeichnet. Die Schweizer Künstlerbörse ist Promotionspartnerin der vom BAK vergebenen Preise. Diese Promotionspartnerschaft sieht vor, dass ein oder mehrere ausgezeichnete Künstler*innen ins Programm der Schweizer Künstlerbörse eingebunden werden.
Wichtiger Bestandteil der Schweizer Künstlerbörse sind die Präsentationsformate «Kurzauftritte» und «SPOt.», in denen Theaterschaffende ihre neuen Theaterprojekte einem Publikum, das zu einem grossen Teil aus Veranstalter*innen besteht, präsentieren. Diese Formate wurden von Donnerstag, 20., bis Samstag, 22. April 2023, in den Räumlichkeiten des KKThun durchgeführt. Zu sehen waren 50 Kurzauftritte sowie 6 vorgestellte Projekte im Rahmen von SPOt. Die Auftritte waren aus über 200 Bewerbungen selektioniert worden.
Auswahlkommission Kurzauftritte |
Auswahlkommission Kurzauftritte französisch |
|
|
|
|
Auswahlkommission Kurzauftritte italienisch |
Auswahlkommission SPOt. |
|
|
|
|
|
Ein vielseitiges Angebot an Workshops, Podiumsgesprächen und Vernetzungsformaten beinhaltete das Programm+, das auch zahlreiche Theaterschaffende anlockte, die keinen eigenen Aufritt an der Schweizer Künstlerbörse hatten. Als zentraler Treffpunkt der Schweizer Künstlerbörse 2023 fungierte der Ausstellungs- und Messebereich Exposition+ im Gymnasium Thun. Die Exposition+ war der Ort des Austausches und der Vernetzung. Hier trafen sich Künstler*innen, Veranstalter*innen und Agenturen und kamen an den Ständen oder bei der Bar des Artistes ins Gespräch. Hier wurden Saisonprogramme gebucht, Kontakte gepflegt und Networking betrieben.
Insgesamt war die Schweizer Künstlerbörse 2023 sehr gut frequentiert. Den Eröffnungsabend besuchten 650 Personen, während von Donnerstag bis Samstag täglich rund 1300 Personen auf dem Festivalgelände in und um das KKThun und das Gymnasium präsent waren.
Die nächste Schweizer Künstlerbörse findet vom 17. bis 20. April 2024 in Thun statt.
Nationale und internationale Partnerschaften
Als Partnerin des BAK fungiert die Schweizer Künstlerbörse seit 2021 als Promotionsplattform für eine*n oder mehrere Preisträger*innen der «Schweizer Preise Darstellende Künste». 2023 waren die Gewinner*innen Mike Müller und Frida Leon Beraud an unserem Anlass präsent.
Mit der SSA besteht die Abmachung, die Gewinner*innen der Stipendien im Bereich Kleinkunst (siehe Seite 5) im Rahmen der Schweizer Künstlerbörse zu kommunizieren. Zudem fand die Preisübergabe während des Point Pastis statt.
International pflegt die Schweizer Künstlerbörse Partnerschaften mit der Internationalen Kulturbörse Freiburg im Breisgau (IKF) und dem Netzwerk AREA.i, in dem verschiedene Diffusionsplattformen im frankofonen Raum zusammengeschlossen sind (ProPulse Bruxelles, Coup de cœur francophone Montréal/Québec, FrancoFête en Acadie Caraquet, Voix de Fête Genève, Le Chaînon manquant Laval und Rideau Montréal/Québec).
Im März 2023 fand vorgängig zur Schweizer Künstlerbörse ein Netzwerkapéro sowie ein Speeddating während des Festivals Voix de Fête in Genf statt. Dabei wurden den anwesenden Veranstalter*innen die ausgewählten Künstler*innen und Formationen vorgestellt.
Finanzen
Die Finanzierung der Schweizer Künstlerbörse erfolgt über öffentliche und private Gelder sowie Eigenmittel. Wichtigstes Standbein ist die breite Unterstützung durch die öffentliche Hand.
Die Beiträge sind in mehrjährigen Leistungsvereinbarungen beziehungsweise in der KBK-Empfehlung gesichert und garantieren die Nachhaltigkeit und die Stabilität der Schweizer Künstlerbörse. Gestützt auf die kantonale Kulturförderungsverordnung, gilt die Schweizer Künstlerbörse im Kanton Bern als eine der fünf Kulturinstitutionen von nationaler Bedeutung und wird mit einer namhaften Subvention unterstützt. Auch mit der Standortgemeinde Thun besteht eine wichtige Partnerschaft. Neben einer jährlichen Subvention unterstützt die Stadt die Schweizer Künstlerbörse unter anderem mit der Übernahme von Dienstleistungskosten. Die Schweizer Künstlerbörse amtet für die Jahre 2021–2024 als Promotionsplattform für die Schweizer Preise Darstellende Künste des BAK.
Die Finanzierung durch die öffentliche Hand gliedert sich in folgende Beiträge:
- Stadt Thun CHF 110’000.– (Leistungsvereinbarung 2020–2023)
- Kanton Bern CHF 250’000.– (Leistungsvereinbarung 2020–2023)
- KBK-Beitrag CHF 110’000.– (Empfehlung Nr. 108 2021–2023)
- Bundesamt für Kultur CHF 55’000.– (Leistungsvertrag 2021–2024)
- Pro Helvetia CHF 55’000.– (2023)
Im Herbst 2023 wurden die Leistungsvereinbarungen mit dem Kanton Bern und der Stadt Thun für die kommenden vier Jahre neu abgeschlossen. Von 2024–2027 erhält die Schweizer Künstlerbörse jährlich 120’000 Franken von der Stadt Thun sowie 275’000 Franken vom Kanton Bern. Die Erneuerung der KBK-Empfehlung von jährlich 110’000 Franken (2024–2026) wird 2024 auf nationaler Ebene behandelt.
Wichtige langjährige Partner sind zudem die Loterie Romande und weitere Stiftungen, welche die Schweizer Künstlerbörse mit substanziellen Beiträgen unterstützen. Die Schweizer Künstlerbörse kann zudem auf die Unterstützung durch private Spender*innen und regionale Sponsoren sowie den jährlichen Beitrag des Gönnervereins LeClub zählen.
Die Erfolgsrechnung des Fonds Schweizer Künstlerbörse schloss bei einem Aufwand von 983’511.23 Franken mit einem Minus von 7’986.45 Franken ab.
Die Schweizer Künstlerbörse bedankt sich bei allen Geldgebenden und Partnern für die Unterstützung und das Vertrauen.