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Jahresbericht 2023
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Regionales Engagement

Engagement in der lateinischen Schweiz

Französischsprachige Schweiz
In der französischsprachigen Schweiz ging für t. Theaterschaffen Schweiz die Arbeit hinsichtlich der Einbindung und Bekanntmachung des Verbandes weiter. Das Netzwerk der professionellen Theaterschaffenden der Freien Theaterszene in der Romandie ist hervorragend etabliert und funktioniert seit mehreren Jahren sehr gut. Hier arbeiteten wir daran, uns in diesem Netzwerk noch stärker zu verankern und es zu nutzen.Zahlreiche Anträge von neuen Mitgliedern zeugen im Berichtsjahr von einem erhöhten Bekanntheitsgrad unseres Verbandes. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass es in der französischsprachigen Schweiz noch viel zu tun gibt. Zentral bleibt die Befassung mit der Frage, wie eine möglichst gute Repräsentation der Freien Theaterszene in diesem Teil der Schweiz gelingen kann.

2023 wurden die Verbindungen zur CRAS (Coordination romande des arts de la scène) gefestigt. Die CRAS vereint sämtliche Verbände der unabhängigen Theatergruppen in den Westschweizer Kantonen. Das Berichtsjahr sah zudem die Weiterentwicklung des ORC (Observatoire romand de la culture). Das ORC wurde Ende 2022 gegründet. Es entstand aus der Feststellung heraus, dass in der Westschweiz eine Struktur fehlt, die den Zugang zu quantitativen und qualitativen Daten ermöglicht, welche sich auf die mit der Kulturpolitik verbundenen Problematiken beziehen. t. verfolgt die ersten veröffentlichten Studien, die das Potenzial haben, auch auf nationaler Ebene Beachtung zu finden, sehr genau.

Im Januar 2023 führte die Corodis die Salons d’artistes in Bern durch. t. richtete am ersten Abend einen Netzwerkapéro im PROGR aus. Der Anlass bot unserem Verband wie auch anderen Deutschschweizer Vertreter*innen aus Kultur und Politik die Gelegenheit, wichtige Akteur*innen aus der Romandie kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. t. war zudem mit der Co-Präsidentin Sandra Künzi an einem Podium vertreten, an dem verschiedene Verbände aus dem Bereich Theater und Tanz ihre Aktivitäten vorstellen durften.

Anfang Dezember hat die Corodis ihre neuen Förderziele in Bezug auf die Verbreitung der Darstellenden Künste veröffentlicht. t. beobachtet mit grossem Interesse, wie diese Ziele umgesetzt werden, um bestmöglich seinen Beitrag zur Bekanntmachung und Interessenvertretung der unabhängigen Theatergruppen und Künstler*innen leisten zu können.


Italienischsprachige Schweiz
Einer der Arbeitsschwerpunkte des Tessiner Sekretariats ist der italienischsprachige Beratungsdienst, der von den Mitgliedern und anderen Akteur*innen des Sektors rege und kontinuierlich genutzt wird. 2023 wurden mehr als 40 Beratungen zu verschiedenen berufsbezogenen Themen geleistet.

Grosse Aufmerksamkeit galt der Zusammenarbeit in der Region, insbesondere mit anderen Berufsverbänden (Sonart, ARF/FDS, AFAT), die in einer informellen Arbeitsgruppe zusammengeschlossen sind. Unser Verband begründete die Gruppe mit und übernahm deren Koordination. Ihr Ziel ist eine gemeinsame Sensibilisierung für die beruflichen Bedingungen der Kulturschaffenden. Besonders intensiviert wurde diese Kampagne Anfang 2023, als t. sich im Vorfeld der kantonalen Wahlen mit verschiedenen Kandidat*innen traf, um sie auf das Thema aufmerksam zu machen und sie dazu aufforderte, es in ihre politische Agenda aufzunehmen.

Erwähnenswert ist auch die Zusammenarbeit mit dem Verein IDRA bei der Ausarbeitung der «Carta della Gerra». Sie soll die Bedürfnisse der unabhängigen Kultur in der italienischen Schweiz aufzeigen und wird Anfang Februar 2024 öffentlich vorgestellt.

Das Tessiner Sekretariat fungierte nicht nur als Ansprechpartner für nationale politische Fragen, sondern stand auch in regelmässigem Kontakt mit den für die Kulturförderung zuständigen kantonalen und städtischen Behörden. Weiterhin vertritt das Sekretariat die Interessen der Freien Szene in der konsultativen Kulturkommission des Kantons Tessin.

Im Hinblick auf den Austausch mit den Mitgliedern wurden im Laufe des Jahres drei Treffen organisiert: Im August 2023 fand im Spazio Elle in Locarno eine breite Diskussion zur Ausarbeitung eines Positionspapiers betreffend die kantonale Förderung der Darstellenden Künste der Freien Szene statt. t. hatte das Papier zuhanden der neu ernannten Regierungsrätin Marina Carobbio Guscetti ausgearbeitet. Im September 2023 war die Anwesenheit des t. Vorstandes in Bellinzona Anlass für ein Branchentreffen, bei dem die weiterentwickelten t. Richtlöhne und Richthonorare vorgestellt wurden.

Alle Treffen waren gut besucht. Zudem war auch die Teilnahme der Tessiner Mitglieder an der Mitgliederumfrage, die der nationale Verband im Herbst 2023 durchführte, recht hoch. Dies zeigt wiederum die Verbundenheit des Verbandes mit der Region.

2023 war t. für die Medien der italienischen Schweiz ein wichtiger Ansprechpartner in kulturpolitischen Fragen. Im Laufe des Jahres wurden den italienischsprachigen Medien mehrere Interviews zu Themen von lokaler und nationaler Bedeutung gegeben.

Regionalgruppen

t. Theaterschaffen Schweiz zählt zehn Regionalgruppen: t. Aargau, t. Arc jurassien, t. Basel, t. Bern, t. Graubünden, t. Ostschweiz, t. Svizzera italiana, t. ValaisWallis, t. Zentralschweiz und t. Zürich. Einen Überblick über die Aktivitäten, Engagements und organisierten Veranstaltungen der einzelnen Regionalgruppen geben ihre individuellen Jahresberichte. Sie sind auf den Regionalgruppen-Websites (diese können über die nationale Website abgerufen werden) einsehbar.