Aktivitäten in der lateinischen Schweiz
Aktivitäten in der französischsprachigen Schweiz
Büro Romandie, Mariana Nunes
Das Jahr 2025 begann mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der CRAS und mit weiterführenden Überlegungen zum Engagement von t. in der Romandie. Zwei informelle Treffen rund um Theateraufführungen im Théâtre Vidy-Lausanne und im Nuithonie in Fribourg zogen Mitglieder und Nichtmitglieder an und ermöglichten ein persönliches Kennenlernen.
Der t. Richtlöhne-Rechner war das am häufigsten diskutierte Thema bei den Einzelgesprächen mit den verschiedenen Anspruchsgruppen, etwa den Vertreter*innen der Förderstellen oder den Produktionsleiter*innen von Kompanien. Über das Jahr hinweg stellte Mariana Nunes den Rechner an verschiedenen Veranstaltungen vor, etwa im Rahmen eines Workshops rund um die «bureaux culturels» (Kulturbüros), organisiert von der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten (KBK).
Das Büro Romandie initiierte weiter ein Austauschangebot zwischen den Westschweizer Sektionen nationaler Verbände. An diesem ersten informellen Treffen nahmen neben t. auch Sonart, SSFV, SuisseImage und SzeneSchweiz teil. Das nächste Treffen finden im Frühjahr 2026 statt. An diesem werden weitere Verbände teilnehmen.
Das Büro Romandie nahm eine Beobachtungs- und Monitoringfunktion in Bezug auf ökologische Fragestellungen wahr, indem es an relevanten Veranstaltungen zum Thema teilgenommen hat, wie dem 2. Sustainable IT Day (Lausanne), Culture for the Planet (UNIL, Lausanne) und dem Sustainable Impact Tool (Bern).
Im Laufe des Jahres wurde das Pensum von Mariana Nunes um 10 % erhöht. Diese sind der Schweizer Künstler*innenbörse zugeordnet. Ein Ziel ist es, die Veranstaltung für französischsprachige Produktionen attraktiver zu gestalten. Unter anderem besuchte Mariana Nunes zusammen mit Judith Rohrbach das Festival d’Avignon, um dort in einem internationalen Kontext Vertreter*innen des Westschweizer Netzwerks zu treffen.
Im Bereich der Beratungen wurden wir zu verschiedenen Themen angefragt, insbesondere zu Produktionsproblemen, Entlöhnung und Lohngrundlagen, beruflicher Weiterbildung und Proberäumen sowie zu einem Fall einer Meinungsverschiedenheit bei einer Koproduktion, bei dem t. als Mediator agierte. Die Nachfrage nach Beratung stieg beim Büro Romandie an, was hinsichtlich der vielfältigen Verbandslandschaft in der Westschweiz beachtlich ist und zeigt, dass unser Verband zunehmend als Bezugspunkt wahrgenommen wird.
Ende Jahr 2025 ging unser Verband eine Zusammenarbeit mit reso Tanznetzwerk Schweiz im Rahmen eines Projekts ein, das sich an unabhängige Produzent*innen – den sogenannten PAMs – richtet.
Es handelt sich um ein Coaching-Programm, das zwischen März und Oktober 2026 stattfinden wird. Die Ausschreibungen zur Teilnahme werden im Februar veröffentlicht, parallel in der Deutschschweiz und in der Romandie.
Aktivitäten in der italienischsprachigen Schweiz
Büro Svizzera italiana, Cristina Galbiati
In den vergangenen Jahren hat t. dank der Tätigkeit seines Sekretariats in der italienischen Schweiz seine Präsenz in der Region deutlich gestärkt und sich als Referenzpunkt und Kompetenzzentrum für Mitglieder, Institutionen und italienischsprachige Medien etabliert.
Im Jahr 2025 konzentrierte sich die Tätigkeit – in Übereinstimmung mit den Prioritäten der Kulturbotschaft 2025–2028 – auf die Festigung der institutionellen Beziehungen. In diesem Zusammenhang stehen das Engagement in der kantonalen Kulturkommission als Vertretung der freien Szene und die Teilnahme an der interdisziplinären Arbeitsgruppe «Carta della Gerra». Zudem war das Büro Svizzera italiana in die Konsultationen zum neuen Reglement der Kulturförderung der Stadt Lugano und in die Präsentationstreffen des Projekts zur Kandidatur Luganos als Kulturhauptstadt 2030 involviert.
Im Bewusstsein, dass sich die italienische Schweiz nicht auf die Grenzen des Kantons Tessin beschränkt, bezog die institutionelle Arbeit auch den Kanton Graubünden mit ein, insbesondere durch die Mitwirkung an der Organisation eines runden Tisches zum Thema angemessene Entlöhnung im Kulturbereich. An dem im Frühjahr durchgeführten Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Graubünden, der Stadt Chur sowie zahlreiche in der Region tätige Kulturschaffende teil.
Neben der institutionellen Arbeit bot t. seinen Mitgliedern weiterhin direkte Unterstützung an und führte rund 41 Beratungen in italienischer Sprache zu verschiedenen beruflichen Fragestellungen durch. Ergänzend dazu fanden kollektive Vertiefungsmomente statt, etwa das von Barbara Giongo im Rahmen des Festivals Territori geleitete Treffen zu Produktionsdossiers sowie die Präsentation der Lohnempfehlungen und Referenzinstrumente für die Studierenden der Accademia Teatro Dimitri.
In den letzten Monaten des Jahres 2025 engagierte sich das Büro Svizzera italiana zudem besonders aktiv in der Debatte zur Halbierungsinitiative und wies dabei auf die potenziellen Risiken für die kulturelle Vielfalt und das Gleichgewicht des nationalen Kultursystems hin.