Dienstleistung Schweizer Künstler:innenbörse
Schweizer Künstler*innenbörse 2025
Die Schweizer Künstler*innenbörse 2025 fand vom 9. bis 12. April in Thun statt. Sie startete am 9. April mit einem erfolgreichen Eröffnungsabend im Schadausaal des KKThun. Mit den Eröffnungsansprachen der Berner Regierungsrätin Evi Allemann und der Thuner Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch, die die Bedeutung der Veranstaltung im Besonderen und der Kultur im Allgemeinen hervorhoben, wurde der Rahmen gesetzt.
Danach begeisterten die Tanz- und Akrobatikgruppe Tridiculous aus Berlin, die Musikerin Dodo Hug mit ihrem Bühnenpartner Efisio Contini und die Kabarettistin Lisa Christ das Publikum mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Darbietungen. Moderiert wurde der Abend mit Charme und Humor von Dominik Muheim. Der gelungene Auftakt zog 650 Gäste an.
Vom 10. bis 12. April präsentierten rund 60 nationale und internationale Künstler*innen und Formationen Auszüge aus ihren aktuellen Produktionen in 20-minütigen Kurzauftritten sowie im Expressformat SPOt. Als zentraler Treffpunkt diente erneut die Exposition+, der Ausstellungs- und Messebereich der Schweizer Künstler*innenbörse. Eine neue Attraktion war der Point des Artistes, wo sich Künstler*innen direkt nach ihren Auftritten mit Interessierten austauschen konnten.
Die Auswahlkommissionen sichteten insgesamt 160 Bewerbungen. Sie setzten sich folgendermassen zusammen:
Auswahlkommission Kurzauftritte
deutsch
- Eike-Harriet Riga
- Markus Wolff
Auswahlkommission Kurzauftritte französisch
- Léa Déchamboux
- Nina Pigné
Auswahlkommission Kurzauftritte italienisch
- Camilla Parini
- Raissa Avilés
Auswahlkommission SPOt.
- Katja Baumann
- Joëlle Rebetez
- Julia Stephan
Das Programm+ bot ein abwechslungsreiches, attraktives und zeitgemässes Rahmenprogramm. Es fanden Inputreferate, Podien und Workshops statt, mit dem Ziel, die Vernetzung, den Austausch und die nachhaltige Entwicklung der Branche zu fördern. Zwei neue Formate wurden eingeführt: ein Pitch-Training als Pilotprojekt und das Austauschformat Angolino Nocino, das die Vernetzung mit der italienischsprachigen Schweiz fördern soll.
Zudem fand täglich die t. Time statt, bei der Kulturschaffende in lockerer Atmosphäre aktuelle Themen diskutierten. Neben etablierten Formaten wie Point Pastis und Stammtisch für Veranstalter*innen wurde ein Pingpong-Rundlaufturnier eingeführt, das bei schönem Wetter grossen Zulauf fand.
Die Schweizer Künstler*innenbörse 2025 war ein grosser Erfolg und zog zahlreiche Künstler*innen, Veranstaltende und Kulturinteressierte an. Die Veranstaltung bestätigte ihre Rolle als zentrale Plattform für den kulturellen Austausch und für die Präsentation neuer künstlerischer Projekte. Die Einführung neuer Formate und die Anpassung bestehender Programme wurden positiv aufgenommen und trugen zur Weiterentwicklung der Börse bei.
Im Winter 2024 wurde die AG Borsa ins Leben gerufen, in der drei Vorstandsmitglieder, die Leitung der Schweizer Künstler*innenbörse und eine Person aus der Geschäftsstelle vertreten sind. In einem rollenden Prozess werden strategische Fragen und Richtungen besprochen, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln.
Für die Schweizer Künstler*innenbörse 2026 sind bereits neue Entwicklungen in Planung, darunter eine Neugestaltung der Exposition+ und eine Überarbeitung des Raumkonzepts im Gymnasium Thun aufgrund des Neubaus. Zudem wurde 2025 eine grosse Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse in die Planung der nächsten Ausgabe einfliessen.
Im Verlaufe des Jahres 2026 soll zudem der neue Name der Veranstaltung erarbeitet werden. Dieser Name soll gendergerecht sein und den Übergangsnamen «Schweizer Künstler*innenbörse» ablösen. Der Prozess wurde 2025 in der AG Borsa gestartet und wird Anfang 2026 zusammen mit einer Kommunikationsagentur weiterverfolgt.
An der Schweizer Künstler*innenbörse 2026 wird das 50-Jahr-Jubiläum des Anlasses gefeiert. Sie findet vom 15. bis 18. April 2026 in Thun statt.
Nationale und internationale Partnerschaften
Als Partnerin des BAK fungiert die Schweizer Künstler*innenbörse seit 2021 als Promotionsplattform für eine*n oder mehrere Preisträger*innen der «Schweizer Preise Darstellende Künste». 2025 waren die Gewinner*innen Living Smile Vidya und Old Masters Teil des Kurzauftritteprogramms.
International pflegt die Schweizer Künstler*innenbörse Partnerschaften mit der Internationalen Kulturbörse Freiburg im Breisgau(IKF) und dem Netzwerk AREA, in dem verschiedene Diffusionsplattformen im frankofonen Raum zusammengeschlossen sind (ProPulse Bruxelles, Coup de cœur francophone Montréal/Québec, FrancoFête en Acadie Caraquet, Voix de Fête Genève, Le Chaînon manquant Laval und Rideau Montréal/Québec).
Finanzen
Die Finanzierung der Schweizer Künstler*innenbörse erfolgt über öffentliche und private Gelder sowie Eigenmittel. Wichtigstes Standbein ist die breite Unterstützung durch die öffentliche Hand.
Die Beiträge sind in mehrjährigen Leistungsvereinbarungen beziehungsweise in der KBK-Empfehlung gesichert und garantieren die Nachhaltigkeit und die Stabilität der Schweizer Künstler*innenbörse. Gestützt auf die kantonale Kulturförderungsverordnung, gilt die Schweizer Künstler*innenbörse im Kanton Bern als eine der fünf Kulturinstitutionen von nationaler Bedeutung und wird mit einer namhaften Subvention unterstützt. Auch mit der Standortgemeinde Thun besteht eine wichtige Partnerschaft. Neben einer jährlichen Subvention unterstützt die Stadt die Schweizer Künstler*innenbörse unter anderem mit der Übernahme von Dienstleistungskosten und durch Gebührenverzichte. Zusätzlich können Teilrückvergütungen für bis zu 18 Belegungstage im KKThun in Anspruch genommen werden, und ergänzend besteht die Möglichkeit, subsidiäre Mittel aus dem Fonds des Gemeindeverbands Anzeiger Verwaltungskreis Thun zu beantragen. Die Schweizer Künstler*innenbörse amtet seit 2021 als Promotionsplattform für die Schweizer Preise Darstellende Künste des BAK.
Die Finanzierung durch die öffentliche Hand gliedert sich in folgende Beiträge:
- Stadt ThunCHF 120’000.– (Leistungsvereinbarung 2024–2027)
- Kanton Bern CHF 275’000.– (Leistungsvereinbarung 2024–2027)
- KBK-Beitrag CHF 110’000.– (Empfehlung Nr. 113 2024–2026)
- Bundesamt für Kultur CHF 40’000.– (Leistungsvertrag 2024–2027)
- Pro Helvetia CHF 60’000.– (2025)
Wichtige langjährige Partner sind zudem die Loterie Romande und weitere Stiftungen, welche die Schweizer Künstler*innenbörse mit substanziellen Beiträgen unterstützen. Die Schweizer Künstler*innenbörse kann darüber hinaus auf die Unterstützung durch private Spender*innen und regionale Sponsoren sowie den jährlichen Beitrag des Gönnervereins LeClub zählen.
Die Erfolgsrechnung des Fonds Schweizer Künstler*innenbörse schloss bei einem Aufwand von 1’036’511.72 Franken mit einem Plus von 532.16 Franken ab.
Die Schweizer Künstler*innenbörse bedankt sich bei allen Geldgebenden und Partnern für die Unterstützung und das Vertrauen.