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23. Juni 2026
Medienmitteiung Suisseculture: Das Parlament will Kulturschaffende besser schützen
Medienmitteilung Suisseculture vom 23. Juni 2026
Suisseculture und Suisseculture Sociale begrüssen die parlamentarische Initiative 26.426. Die WBK-N setzt damit ein wichtiges Signal. Sie bietet die Möglichkeit, eine seit Jahren dokumentierte Lücke in der sozialen Absicherung professioneller Kulturschaffender endlich gezielt zu schliessen.
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats hat in ihrer Sitzung vom 21./22. Mai 2026 die parlamentarische Initiative 26.426 Lücken in der sozialen Absicherung professioneller Kulturschaffender schliessen angenommen. Suisseculture und Suisseculture Sociale begrüssen diese Initiative als wichtiges politisches Signal und als einen Schritt in die richtige Richtung. Sie nimmt eine berufliche Realität auf, die das Sozialversicherungssystem bisher nur ungenügend abbildet.
Der Initiativtext hält fest: «Mit dieser Gesetzesänderung soll es möglich sein, das Einkommen von Kulturschaffenden, die mehrere Erwerbstätigkeiten – sowohl als Selbstständigerwerbende als auch als Angestellte – ausüben, pauschal als Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit zu betrachten.» Die parlamentarische Initiative 26.426 will der beruflichen Realität von Kulturschaffenden besser Rechnung tragen: Kulturschaffende arbeiten häufig gleichzeitig selbstständig und angestellt. Sie haben mehrere, oft wechselnde Erwerbstätigkeiten; das Verhältnis zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit kann sich teils von Monat zu Monat verändern. Diese Realität macht die sozialversicherungsrechtliche Einordnung und administrativ Bearbeitung sehr komplex. Als Folge haben betroffene Kulturschaffende oft grosse Lücken in ihrer sozialen Absicherung.
Der Bericht in Erfüllung des Postulats Maret (21.3281) und die Ecoplan/Suisseculture Sociale Studie von 2021 haben diese Lücken in der sozialen Absicherung der Kulturschaffenden deutlich aufgezeigt. Der Handlungsbedarf ist damit nicht neu, sondern seit Jahren dokumentiert. Im Rahmen der aktuellen Legislaturplanung erteilte das Parlament dem Bundesrat einen Auftrag, die Problematik erteilt, Der Bundesrat hat jedoch bisher keine konkreten Massnahmen ergriffen.
Die parlamentarische Initiative 26.426 schlägt nun eine Lösung vor, die der beruflichen Realität der Kulturschaffenden Rechnung trägt. Auch in verschiedenen europäischen Ländern wurden in den letzten Jahren Massnahmen ergriffen, um auf die mangelnde soziale Absicherung der Arbeitsverhältnisse im Kultursektor zu reagieren. Mit der parlamentarischen Initiative 26.426 besteht jetzt die reale Chance, eine praxistaugliche Lösung zu schaffen, damit sich Kulturschaffende endlich grundlegend absichern können.
Suisseculture und Suisseculture Sociale werden den weiteren politischen Prozess aufmerksam begleiten und sich dafür einsetzen, dass aus diesem wichtigen Signal auch eine wirksame Verbesserung für professionelle Kulturschaffende wird.