Dienstleistungen
Informationen und Vorlagen
Im Berichtsjahr wurden 6 nationale Newsletter auf Deutsch, Französisch und Italienisch an Mitglieder, Interessierte und Partnerorganisationen versandt. Zusätzlich wurden regelmässig Newsmails an die Mitglieder sowie über 40 regionale Newsletter direkt von den Regionalgruppen verschickt. Auf der Website informierte t. neben seinem Angebot auch regelmässig über Neuigkeiten aus dem Sektor, über Ausschreibungen und vakante Stellen. Weitere wichtige und rege genutzte Informationskanäle waren unsere Instagram-, Facebook- und LinkedIn-Kanäle.
Über das Jahr hinweg wurden mehrere Medienmitteilungen versandt und diverse Medienanfragen bearbeitet, was die Rolle von t. als wichtiger Bezugspunkt für die nationale Presse unterstrich.
t. Richtlöhne und Richthonorare
Im Jahr 2025 setzte sich t. Theaterschaffen Schweiz gezielt mit der Vermittlung, Diskussion und Verankerung der t. Richtlöhne und Richthonorare auseinander.
Im Februar nahm ein Teammitglied am Netzwerktreffen Verbände Honorare bei Sonart in Zürich teil. Zudem organisierte t. das Podium «Reden wir drüber» in der Postremise Chur, bei dem Vertreter*innen aus Kulturpolitik, Verwaltung und Theaterpraxis die Frage der Förderung der Darstellenden Künste diskutierten. Diese Veranstaltung bildete den Auftakt einer Reihe weiterer Anlässe zu den Richtlöhnen und Richthonoraren im Verlauf des Jahres.
Am 15. April war t. im Kulturmarkt an der Veranstaltung «Frag mich was» beteiligt. In einem interaktiven World-Café-Format erhielten Kulturschaffende kompaktes Wissen zu Anstellungsverhältnissen, Sozialversicherungen, Richtgagen sowie Erwerbsstrategien.
Im September wurden die Richtlöhne an der Accademia Teatro Dimitri im Tessin vorgestellt, im Oktober folgte eine Präsentation an der ZHdK in Zürich. Damit wurde die Sensibilisierung in Nachwuchs- und Ausbildungskontexten weitergeführt.
In der Romandie wurde der Lohnrechner mehrmals vorgestellt, vor allem in kleineren Gruppen. So war es besser möglich, die ergänzende Funktion des Rechners zum Rechner von Corodis und der Lohnskala der SSRS aufzuzeigen.
Parallel dazu wurden im Laufe des Jahres leichte formale Anpassungen am Lohnrechner durchgeführt, ohne inhaltliche Änderungen an den Richtlöhnen vorzunehmen
Buchhaltungen für Mitglieder
Diese beliebte Dienstleistung von t. sorgt dafür, dass die Sozialversicherungs-beiträge gesetzeskonform abgerechnet und die Theaterprojekte auch im kaufmännischen Bereich professionell geführt werden.
38 Theatervereine und 2 Einzelpersonen wickelten im Berichtsjahr ihre Buchhaltungen über t. ab.
t. Theatervideo-Fonds
t. unterstützt seine Mitglieder bei der Finanzierung der Aufzeichnung ihrer professionellen Theaterproduktionen. Die Theateraufzeichnungen werden verschlüsselt auf Vimeo gespeichert. Finanziell wird der t. Theatervideo-Fonds durch Zuwendungen der Ernst-Göhner-Stiftung getragen.
53 Theaterproduktionsaufzeichnungen wurden im Berichtsjahr unterstützt (14 mehr als im Vorjahr) sowie die Erstellung von 41 Trailern und weiteren Promotionsformaten.
Stipendien SSA – t. für Autor*innen
In Zusammenarbeit mit der SSA (Société Suisse des Auteurs) schreibt t. Theaterschaffen Schweiz jährlich Stipendien aus, um das Schreiben / die Entwicklung von Werken von Autor*innen und Interpret*innen zu fördern. Dieser Wettbewerb war für 2025 mit einem Beitrag von 15’000 Franken dotiert. Die unabhängige Jury bestand aus Mali Van Valenberg (Co-Direktorin des Casino Théâtre in Rolle), Lorenzo Malaguerra (Direktor des Crochetan in Monthey) und Philippe Soltermann (Autor/Interpret, Pully).
Nach Prüfung der 42 eingereichten Projekte hat die Jury beschlossen,
5 Stipendien in der Höhe von jeweils 3000 Franken an folgende Projekte und Künstler*innen zu vergeben:
- «La politique du pire», Adrien Barazzon
- «Boum Tschak», Chine Curchod et Roland Bucher
- «Parle à mon cul, ma tête est malade», Emeric Cheseaux
- «En remontant la rue du Doubs», Odile Cornuz
- «Mit linggs», Pedro Lenz und Simon Ho
Veranstalter*innen-Netzwerk
Die Veranstalter*innen-Mitglieder von t. tauschen sich regelmässig im sogenannten Veranstalter*innen-Netzwerk aus. Ziel des Netzwerkes ist der vermehrte Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Veranstalter*innen.
Das t. Veranstalter*innen-Netzwerktreffen fand im November 2025 online und vor Ort in Bern statt. Die Diskussion drehte sich vor allem um die Lohnsituation in Kulturinstitutionen, basierend auf aktuellen Umfragen und politischen Vorstössen zu fairer Vergütung. Dabei zeigte sich ein heterogenes Bild zwischen zufriedenstellenden Löhnen und prekären Arbeitsbedingungen mit hoher Belastung und Rekrutierungsschwierigkeiten. In vielen Häusern stehen faire interne Lohnstrukturen noch am Anfang; zahlreiche kleinere Kulturorte werden zudem ehrenamtlich geführt. Eine zentrale Problematik sind steigende Anforderungen bei gleichzeitig knappen Ressourcen sowie ein hohes Mass an unbezahlter Mehrarbeit. Entsprechend wird eine stärkere Sensibilisierung der Politik für strukturelle Belastungen und unsichtbare Arbeit gewünscht.
Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit Vergütungen ist, dass Gagenempfehlungen an Bedeutung gewinnen, ihre Umsetzung als Richtgagen jedoch insbesondere in freien Produktionen nach wie vor schwierig ist.
Abschliessend wurden organisatorische Tools diskutiert. Viele Betriebe arbeiten noch mit manuellen Prozessen und wünschen sich integrierte Systeme für Ticketing, Booking und Adressverwaltung, um Abläufe zu vereinfachen und Ressourcen effizienter einzusetzen.
SUISA-Rabatt
Für Mitglieder von t. bestehen unterschiedliche SUISA-Rabattmodelle. Besonders relevant ist der 10%-Rabatt gemäss GT K (Ziff. 20), der jenen Veranstaltenden gewährt wird, die einem nationalen Berufs- und Branchenverband wie t. angehören. Dieser Rabatt stellt einen zentralen Mehrwert der Mitgliedschaft dar.
Zusätzlich gibt es gemäss GT K (Ziff. 22) einen weiteren Rabatt von 5 bis 20 % für Veranstaltende von Kleinkonzerten, abhängig von der Anzahl der jährlich durchgeführten Konzerte. Voraussetzung dafür ist eine schriftliche Verpflichtung der Verbandsmitglieder zur Einhaltung des entsprechenden Tarifs.
schauspieler.ch
Die Verbände SzeneSchweiz, SSFV und t. betreiben gemeinsam den Vermittlungskatalog für professionelle deutschsprachige Schauspieler*innen. Aktuell (Stand 31.12.2025) sind 598 Schauspieler*innen auf www.schauspieler.ch eingetragen, davon 217 t. Mitglieder.
Vergünstigungen
Im Jahr 2025 profitierten die Mitglieder von vergünstigten Eintrittskarten für zahlreiche Theater und Theaterfestivals in der ganzen Schweiz. Zur besseren Übersicht wurde ein Verzeichnis der Veranstaltungsorte mit Mitgliedervergünstigungen auf der Website von t. aufgeschaltet.
Darüber hinaus erhielten t. Mitglieder Reduktionen auf die Kurse von FOCAL, artos und des Kulturmarkts Zürich. Weiter hatten t. Mitglieder auch 2025 die Möglichkeit, Kollektivversicherungen für Krankentaggeld über die sennest ag abzuschliessen.
Für die Solothurner Filmtage verloste t. unter seinen Mitgliedern 10 Akkreditierungen. Zudem durfte unser Verband im September mehrere Plätze bei einem vom SSFV organisierten, hochkarätig besetzten Speedcasting in Zürich vergeben.
Kompetenzförderung / Weiterbildungen
Im Bereich Kompetenzförderung und Weiterbildungen bot t. im Jahr 2025 ein vielfältiges Angebot für seine Mitglieder an. In Zusammenarbeit mit anderen Verbänden organisierte t. im März und April mehrere Kurse zum Thema künstliche Intelligenz, die auf grosses Interesse stiessen.
Manuel Kühne führte zwei Kurse zum Thema «Soziale Sicherheit für Kulturschaffende» im Kulturmarkt Zürich durch. An der Schweizer Künstler*innenbörse wurde ein Workshop zum Umgang mit KI und ein Workshop zur modernen und attraktiven Vereinsführung angeboten. Der KI-Workshop war so beliebt, dass er im November erneut durchgeführt wurde.
t. organisierte im Juni im Rahmen des Festivals Territori in Bellinzona eine vertiefende Veranstaltung zum Thema Produktionsdossiers.
Im September stellte Linda Sulzer den t. Mitgliedern den Impact Guide im Rahmen von zwei Online-Mittagsinputs vor. Ziel war es, das Instrument zur Reflexion und Vermittlung gesellschaftlicher Wirkung von Kulturprojekten niederschwellig zugänglich zu machen.
Manuel Kühne führte zudem im Herbst zwei Online-Webinare zu den Themen «Das 3-Säulen-Prinzip der Schweiz» und «Wie optimiere ich meine Krankenversicherung?» durch.
In Basel fand regelmässig ein Profitraining statt, für das t. Mitglieder eine Vergünstigung auf das Kursgeld erhielten.
Neue Dienstleistungen: Rabatt auf Kinderbetreuung / Externe Vertrauensstelle
Seit 2025 profitieren Veranstalter*innen-Mitglieder von vergünstigter professioneller Kinderbetreuung bei Vorstellungen und Veranstaltungen. Das Angebot gilt schweizweit, auch für kurzfristige Einsätze. Die Dienstleistung wird in Zusammenarbeit mit Event Nanny von Gioia Cares angeboten.
Im November wurden die t. Mitglieder über den Zugang zur neuen Dienstleistung «Externe Vertrauensstelle» informiert, die seit dem 1. Januar 2026 nutzbar ist. Für die Dienstleistung konnten sich alle Mitglieder in arbeitgebenden Positionen anmelden. Deren Mitarbeitende erhalten damit Zugang zur externen Vertrauensstelle des Informations- und Beratungszentrums frac sowie zu Sensibilisierungsworkshops. Im ersten Jahr ist die Dienstleistung kostenlos, gegen Ende 2026 wird sie evaluiert. Das Interesse an der Dienstleistung war sehr gross, das Kontingent wurde ausgeschöpft. Weiterführende Infos zum Thema Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt finden sich hier.
Regionalgruppen
t. Theaterschaffen Schweiz zählt die Regionalgruppen t. Aargau, t. Basel, t. Bern, t. Graubünden, t. Svizzera italiana, t. ValaisWallis, t. Zentralschweiz und t. Zürich. Einen Überblick über die Aktivitäten, Engagements und organisierten Veranstaltungen der einzelnen Regionalgruppen geben ihre individuellen Jahresberichte. Sie sind auf den Regionalgruppen-Websites (diese können über die nationale Website abgerufen werden) einsehbar.