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28. Januar 2026

Medienmitteilung: Nein zur Halbierungsinitative - verliert die Kultur, verlieren alle!

Medienmitteilung vom 22. Januar 2026

t. Theaterschaffen Schweiz empfiehlt für die Volksabstimmung vom 8. März 2026 ein Nein zur SRG-Halbierungsinitiative «200 Franken sind genug». Die Initiative hätte gravierende Folgen für die Kultur und würde besonders auch kleinere Sprachräume sowie Nischen- und Nachwuchsformate treffen.

Die Initiative will die Haushaltsabgabe deutlich senken und Unternehmen ganz von der Abgabe befreien. Das würde der SRG einen sehr grossen Teil ihrer Mittel entziehen. Gemäss den vorliegenden Berechnungen sinken die Einnahmen der SRG allein durch Abgabeänderungen um rund 650 Mio. Franken; zusammen mit erwarteten Ausfällen bei der Werbung würde das Gesamtbudget auf rund 750 Mio. Franken fallen – also deutlich mehr als halbiert.

Für die Kultur hätte das gravierende Folgen. Die SRG ist eine wichtige Auftraggeberin und Partnerin: für Schweizer Filme und Koproduktionen, für Musik, für Produktionen und Postproduktion, für Kulturberichterstattung und Kritik, für Archive und für die Sichtbarkeit von Nachwuchs, Minderheiten und Randregionen. Wenn die Mittel fehlen, folgen weniger Aufträge, weniger Präsenz und weniger Vermittlung.
Schliesslich ist die SRG mit ihren Sendern auch zentrales Medium für Menschen mit Beeinträchtigungen. In der Schweiz leben fast eine Million Menschen mit einer Sinnesbehinderung. Mittels Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprache bietet die SRG diesen Menschen Zugang zu Kultur.

t. Theaterschaffen Schweiz sagt das auch mit Blick auf die Realität: Die SRG steht bereits unter Spardruck. Eine weitere Halbierung ist keine «Optimierung». Sie zwingt zu einem Abbau, der besonders in den kleineren Sprachräumen sowie bei Nischen- und Nachwuchsformaten zuerst spürbar wird.

t. Theaterschaffen Schweiz unterstützt Reformen und bleibt im kritischen Dialog mit der SRG. Aber Reformen brauchen eine tragfähige Finanzierung. Eine Halbierung macht den Kulturauftrag zur Farce.

->Zur kompletten Medienmitteilung von t. Theaterschaffen Schweiz
 

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